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Vitrine 121: Space Toys

Als das Weltall ins Kinderzimmer kam

Bevor Menschen ins All flogen, war es längst ein Schauplatz für Geschichten. H. G. Wells erzählte 1898 in Der Krieg der Welten von einer Invasion vom Mars. Als Orson Welles den Roman 1938 als scheinbar aktuelle Radioreportage inszenierte, hielten manche Zuhörende die Geschichte für echt. Die oft erzählte landesweite Massenpanik war allerdings übertrieben. Das Hörspiel zeigte dennoch, wie lebendig eine erfundene Welt in der Vorstellung werden konnte.

Diese Welten fanden auch ihren Weg ins Kinderzimmer. In den 1930er-Jahren erschienen zu den Abenteuern von Buck Rogers Raumschiffe und Strahlenpistolen als Spielzeug. Brettspiele luden zu Raketenreisen ein, später rollten Blechraumschiffe wie das hier gezeigte Space Ship 1 über den Boden. Kinder konnten Geschichten nachspielen und sich eigene Begegnungen mit dem Unbekannten ausdenken.

Dann begann die wirkliche Raumfahrt: 1957 flog Sputnik ins All, 1969 betraten Menschen den Mond. Die Science-Fiction dachte trotzdem weiter. Serien wie Star Trek machten Raumschiffe und ferne Welten einem großen Publikum vertraut; später brachten Star Wars-Figuren neue Fantasiewelten ins Spiel.

Space Toys zeigen, wie eine Geschichte zum Spiel wird – und beim Spielen immer neue Geschichten entstehen. Was könnte sich hinter dem nächsten Stern verbergen?